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Rückgang um 75 Prozent : Weniger unbegleitete minderjährige Flüchtlinge beantragen Asyl

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Alleine im fremden Land: Rund 9.084 Asylanträge von minderjährigen Flüchtlingen gingen 2017 ein. Bild: dpa

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gelten als besonders schutzbedürftig und haben gute Bleibechancen. 2017 ging die Zahl ihrer Asylanträge um drei Viertel zurück.

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          Deutlich weniger unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben in Deutschland im vergangenen Jahr Asyl beantragt. 2017 wurden 9.084 Asylanträge von Minderjährigen gestellt, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Freitag) unter Berufung auf einen Bericht des Bundesfamilienministeriums berichten. Im gesamten Jahr 2016 waren es 35.939 gewesen; das entspricht einem Rückgang um knapp 75 Prozent. Die meisten Anträge stammten demnach von Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien, Irak und Eritrea.

          Über 24.930 Asylanträge unbegleiteter Minderjähriger wurde im Jahr 2017 entschieden, wie es weiter heißt. Die Gesamtschutzquote habe bei 77,8 Prozent gelegen; insgesamt hätten 69,3 Prozent der Afghanen, 97,9 Prozent der Syrer sowie 86,0 Prozent der Iraker einen Schutzstatus erhalten. „Die unbegleiteten Minderjährigen werden in der Regel gut und bedarfsgerecht versorgt“, so der Regierungsbericht.

          Im ersten Halbjahr 2017 wurden laut Bundesregierung 86 unbegleitete Minderjährige an Deutschlands Grenzen zurückgewiesen. Abschiebungen Jugendlicher, die keinen Schutzstatus bekamen, gab es in diesem Zeitraum demnach nicht. Die Hürden für Rückführungen sind bei Minderjährigen besonders hoch: Wenn im Herkunftsland keine Übergabe an ein Familienmitglied oder eine geeignete Aufnahmeeinrichtung gesichert werden kann, ist eine Abschiebung nicht möglich.

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