https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/weltrechtsprinzip-prozess-gegen-syrer-in-konstanz-16981463.html

Prozess gegen Syrer : Angeklagt wegen Folter in 4000 Fällen

  • -Aktualisiert am

Der Angeklagte Eyad A. im Oberlandesgericht Koblenz Bild: dpa

In Koblenz läuft ein Prozess wegen Verbrechen in einem Gefängnis in Damaskus. Das ermöglicht das Weltrechtsprinzip. Für viele Exilanten ist es erst der Anfang.

          7 Min.

          Wassim Mukdad erlebte eine schreckliche Zeit im Al-Khatib-Gefängnis von Damaskus. Die Folterknechte schlugen ihm während der Verhöre immer wieder auf die Fußsohlen. Er bekam kaum etwas zu essen. Freunde von ihm verschwanden oder wurden ermordet. Er hörte die Schreie der anderen Häftlinge.

          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Zu Beginn des Aufstandes gegen das syrische Regime 2011 wurde Mukdad auf der Straße festgenommen und in die Haftanstalt Al-Khatib gebracht. Mit fast 100 Leuten war er in einem winzigen Raum untergebracht, geschlafen wurde in Schichten. „Niemand wusste, wo ich bin“, erzählt er. „Ich hatte keine Rechte.“ 2014 gelang ihm die Flucht nach Deutschland, wo er heute als Musiker und Komponist arbeitet.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Satellitenbilder zeigen die Zerstörung nach einem Angriff auf den russischen Militärstützpunkt Saki auf der Krim

          Nach Explosionen auf der Krim : Moskaus Angst vor den Ukrainern

          Die russischen Flugzeuge könnten nach dem Angriff auf der Krim zurückgezogen werden. Kiew äußert sich zurückhaltend. Ist das ein Mittel der Kriegspsychologie?
          Videokonferenz zwischen Joe Biden und Xi Jinping im November 2021.

          China und Amerika : Ist ein Krieg noch zu vermeiden?

          Ob und wie sich der Wettkampf der Systeme kontrollieren lässt, wird öffentlich bislang kaum debattiert. Der Weckruf des ehemaligen australischen Premierministers Kevin Rudd ist angesichts der Taiwankrise aktuell wie nie.