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Weil die Truppe wächst : Bundeswehr behält mehrere Kasernen

Soldaten eines Logistikbataillons Bild: dpa

Eigentlich wollte die Bundeswehr an die 40 ihrer 328 Standorte schließen. Doch nun wächst sie wieder – und elf Kasernen sollen bis auf Weiteres bestehen bleiben.

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          Die Bundeswehr wächst und revidiert deshalb frühere Beschlüsse zu Standortschließungen. Insgesamt sollen elf bisherige Kasernen und Fliegerhorste weiter genutzt werden. Darunter befinden sich innerstädtische Immobilien wie das ehemalige Kreiswehrersatzamt in Köln, vor allem aber Kasernen im ländlichen Raum, etwa die Theodor-Körner-Kaserne in Lüneburg oder die Jäger-Kaserne im niedersächsischen Bückeburg. Die Mehrzahl der Standorte bleibt beim Heer. Die Luftwaffe-Standorte Kaufbeuren und Trollenhagen werden, ebenso wie die Barnim-Kaserne in Strausberg, der neuen und wachsende Cyber-Streitkraft der Bundeswehr zur Verfügung gestellt.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Die Mehrzahl der fortbestehenden Standorte befindet sich in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In Niedersachsen bleibt die Hugo-Junkers-Kaserne weiter in Nutzung, vor allem für das wachsende Seebataillon der Marine. Nach vorherigen Plänen des Verteidigungsministeriums sollten etwa 40 Standorte bis 2027 geschlossen werden. Für rund ein Viertel davon gibt es nun ein längere Zukunft. Weitere Optionen würden geprüft, hieß es. Bereits Anfang des Jahres hatte das Verteidigungsministerium entschieden, dass acht Munitions- und Materiallager erhalten und wieder aufgefüllt werden sollen.

          Nach dem alten Stationierungskonzept, das der frühere Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) nach dem Aussetzen der Wehrpflicht hatte ausarbeiten müssen, standen im Jahre 2011 von etwa 328 Standorten 64 zur Schließung oder drastischen Verkleinerung an. Die damalige Konzeption der schrumpfenden Bundeswehr sah das Schwergewicht künftiger Ausrichtung in Auslandseinsätzen und weniger in der Territorial- und Heimatverteidigung.

          Die verbliebenen Liegenschaften waren und sind in teilweise schlechtem Zustand. Das gilt sowohl für die Bausubstanz, die technische Ausstattung, etwa mit Internetverbindungen, als auch für teilweise unzureichende Küchen- und Casino-Einrichtungen. Der jüngste Bericht des Wehrbeauftragten hatte zudem bemängelt, dass in manchen Kasernen der Bundeswehr noch immer keine getrennten Sanitär- und Umkleidebereiche für Männer und Frauen existieren – fast zwanzig Jahre nach der Öffnung der Bundeswehr für Frauen.

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