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CSU-Kommentar : Friedliche Weihnachten für die CSU

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München Bild: dpa

Seltene Konstellation zum Abschied: Seehofer ist glücklich – und Söder ist es auch.

          Wo sollte es noch einen Weihnachtsfrieden geben, wenn nicht in einer christlichen Partei? So herrschte denn auch in der letzten Parteivorstandssitzung, die der CSU-Vorsitzende Seehofer leitete, so viel Freude und Nächstenliebe wie auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt. Seehofer war „glücklich“, dass es vorbei ist, und Söder war es auch.

          In solchen Momenten gilt die alte Devise nihil nisi bene, weswegen auch Söders Kompliment, Seehofer gehöre „zu den ganz Großen der CSU-Geschichte“, nicht überraschen konnte. In ihm steckt sogar eine Untertreibung, denn Seehofers Vorgänger waren alle klar kleiner als er.

          Söder dagegen ist ein langer Kerl wie Seehofer. Aber kann er die CSU auch aus ihrem Tief herausführen, wie es damals Seehofer gelang?

          Wenn Söder im Januar Seehofer auch als Parteichef beerbt, steht der Ministerpräsident ganz alleine in der politischen Haftung. Seehofer will danach nämlich keine „besserwisserischen Einlassungen“ mehr abgeben und, man höre und staune, auch „nicht als Vormund meiner Partei auftreten“. Er wird sich doch nicht Hoeneß zum Vorbild genommen haben?

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