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Stornierung des Hotels : AfD-Fraktionsklausur in Stettin kurzfristig geplatzt

  • Aktualisiert am

Mitglieder der AfD-Fraktion außerhalb der eigenen Fraktionssäle im Bundestag Bild: EPA

Die AfD-Bundestagsfraktion wollte eine Klausur im polnischen Stettin abhalten. Doch das gebuchte Hotel stornierte kurzfristig. Es habe Probleme mit der Stromversorgung gegeben.

          Eine im polnischen Stettin geplante Klausur der AfD-Bundestagsfraktion an diesem Wochenende ist geplatzt. Das Hotel stornierte im letzten Moment die 160 gebuchten Zimmer für Abgeordnete und Mitarbeiter. „Drei Stunden vorher wurde alles gecancelt“, sagte Fraktionssprecher Christian Lüth der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Freitag. Der Schaden betrage rund 70.000 Euro. „Wir werden dagegen rechtlich vorgehen.“ Die Klausur solle nun in den Räumen der Fraktion im Reichstagsgebäude in Berlin abgehalten werden. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

          Bis zum Sonntag wollte die AfD-Fraktion in Stettin über ihren Kurs für die zweite Hälfte der Wahlperiode beraten. Dazu wollten die Abgeordneten am Freitagnachmittag nach Ende der Bundestagssitzung per Bus nach Polen reisen. Lüth berichtete, einem vorausgefahrenen Team sei zunächst gesagt worden, man könne erst am Nachmittag einchecken. Später sei von Problemen bei der Stromversorgung die Rede gewesen. Dann habe das Vier-Sterne-Hotel trotz eines abgeschlossenen Vertrags die Zimmer storniert. Laut Lüth habe die Managerin gesagt, dies sei eine Anweisung von ganz oben, wogegen sie nichts tun könne.

          Ursprünglich hatte die Fraktion bereits Anfang März in Brandenburg in Klausur gehen wollen. Auch dort hatte der Hotelbesitzer jedoch die Zimmer storniert, weil er offenbar Proteste befürchtete. Demonstranten waren in Stettin laut Lüth aber nicht zu sehen. „Es gab nichts, alles ruhig“, sagte er.

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