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Wegen Hanfpflanze : Staatsanwalt ermittelt gegen Özdemir

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Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Cem Özdemir (Archivbild November 2014). Bild: dpa

Auf seinem Video zur Ice-Bucket-Challenge war im Hintergrund eine Hanfpflanze zu sehen. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen Grünen-Parteichef Cem Özdemir. Das Parlament soll seine Immunität bereits aufgehoben haben.

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          Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt nach einem Medienbericht gegen den Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir wegen des Besitzes einer Hanfpflanze. Die Immunität des Bundestagsabgeordneten sei wegen des Verdachts des Anbaus von Betäubungsmitteln aufgehoben worden, berichtet die „Bild am Sonntag“. Weder Özdemir noch die Staatsanwaltschaft wollten dies am Samstagabend bestätigten.

          Özdemir hatte sich 2014 wie viele andere Menschen bei der sogenannten Ice-Bucket-Challenge einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf gegossen. Damit sollten Spenden für den Kampf gegen die Nervenkrankheit ALS gesammelt werden.

          Özdemir stand damals auf seinem Balkon neben einer Hanfpflanze. Aus der Gattung Cannabis lässt sich Haschisch und Marihuana herstellen. Besitz und Anbau der Pflanzen sind illegal und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. In Justizkreisen wird laut „BamS“ damit gerechnet, dass das Verfahren gegen Özdemir wegen Geringfügigkeit eingestellt wird.

          Der Grünen-Chef hatte bereits nach dem Vorfall Ende August von einem „bewusst gesetzten“ politischen Statement gesprochen. Am Samstag fügte er hinzu: „Die ganze Absurdität der deutschen Drogenpolitik zeigt sich doch, wenn Staatsanwaltschaft und Polizei wegen eines politischen Statements in Form einer sorgsam plazierten Hanfpflanze in einem Video ermitteln müssen.“

          Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hatte den Vorfall damals als „leichte Dusseligkeit“ des Politikers interpretiert. Offenbar habe Özdemir nicht bemerkt, dass auf dem Video eine Hanfpflanze zu sehen sei. Er habe dann charmant versucht, es als politischen Akt für die Drogenliberalisierung zu rechtfertigen, vermutete der BDK-Vorsitzende André Schulz. Der BDK setzt sich ebenfalls für eine Reform der Drogenpolitik ein, auch um Konsumenten zu entkriminalisieren.

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