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Die Linke : Wagenknecht will sich zurückziehen

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Sahra Wagenknecht will nicht Gregor Gysis Nachfolge auf dem Posten als Fraktionschef der Linken antreten. Bild: dpa

Wegen der Zustimmung ihrer Partei zu den Hilfen für Griechenland will Sahra Wagenknecht nicht für den Fraktionsvorsitz kandidieren. Eigentlich galt sie als heiße Kandidatin bei der Wahl im Herbst.

          Die stellvertretende Bundestags-Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, will im kommenden Herbst nicht für den Fraktionsvorsitz kandidieren. Wagenknecht begründete dies am Freitag in Berlin mit der mehrheitlichen Zustimmung ihrer Fraktion zum Griechenland-Hilfspaket in der vergangenen Woche. „Ich halte es für einen strategischen Fehler, dass die große Mehrheit der Fraktion dem Antrag der Bundesregierung auf Verlängerung des griechischen „Hilfsprogramms“ zugestimmt hat“, heißt es in einer persönlichen Erklärung.

          Die 45-Jährige ist seit 2011 Erste Stellvertretende Vorsitzende von Fraktionschef Gregor Gysi. Die nächste Wahl der Fraktionsspitze steht bei der Linken im Herbst diesen Jahres an. Wagenknecht ist die Lebensgefährtin des ehemaligen Linke-Vorsitzenden Oskar Lafontaine.

          Sie bestand bislang darauf, dass die Fraktion ab dem Herbst von einer Doppelspitze geführt wird, wie dies ein Parteitag im vergangenen Jahr verlangt hatte. Wagenknecht galt neben Dietmar Bartsch vom gemäßigten Reformflügel als aussichtsreichste Kandidatin für den Fraktionsvorsitz. Gysi hält den Parteitagsbeschluss dagegen für nicht bindend.

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