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Wegen Corona-Anstiegs : Auch Linkspartei erwägt Absage ihres Parteitags

  • Aktualisiert am

Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Partei“ Die Linke“, Anfang September mit einem Tuch vor dem Mund vor einer Sitzung der Bundestagsfraktion Bild: dpa

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen rechnet der Bundestags-Fraktionsvorsitzende der „Linken“ Dietmar Bartsch nicht mehr damit, dass der geplante Parteitag am Freitag in Erfurt stattfinden kann.

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          Auch die Partei „Die Linke“ könnte ihren geplanten Parteitag verschieben oder absagen: Der Bundestags-Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch rechnet wegen der steigenden Corona-Zahlen nicht damit, dass der Parteitag wie geplant am Freitag in Erfurt stattfinden kann. „Angesichts der Lage kann ich mir nicht vorstellen, dass der Parteitag normal zusammenkommt – auch nicht für einen Tag“, sagte Bartsch am Montag in der Sendung „Frühstart“ bei RTL/ntv. Man müsse nun über andere Möglichkeiten nachdenken. Heute oder spätestens am Dienstag werde über eine Absage entschieden.

          Der Parteivorstand hatte am Wochenende beschlossen, den ursprünglich auf drei Tage angesetzten Parteitag auf einen Tag zu verkürzen, aber auch eine kurzfristige Absage „angesichts des sehr dynamischen Infektionsgeschehens“ nicht ausgeschlossen. Eine endgültige Entscheidung sollte demnach an diesem Dienstag im Vorstand getroffen werden.

          „Die Linke“ will wie die CDU eine neue Führung wählen. Nach acht Jahren als Parteivorsitzende treten Katja Kipping und Bernd Riexinger nicht mehr an. Als neue Doppelspitze wollen die Linksfraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, Janine Wissler, und Thüringens Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow antreten.

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