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Deutsche Soldaten im Irak : Lernen von der Bundeswehr

Ein deutscher Ausbilder und kurdische Kämpfer im Nordirak Bild: dpa

Was kann ein junger Leutnant aus Sachsen oder Bayern einem kriegserprobten Kurden überhaupt beibringen? Einiges – und am Ende lernt auch der Deutsche noch etwas dazu.

          5 Min.

          Eine Geschichte aus dem Krieg, am Telefon erzählt von einem deutschen Offizier. Wenige Tage zuvor hat das Geschoss einer amerikanischen Drohne den iranischen General Quassem Suleimani getötet. Das geschah am Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad. Nur eine Autostunde weiter ist eine Abteilung deutscher Soldaten stationiert. Seit fünf Jahren sind die Deutschen als Militärausbilder in der Region. Hat die Mission überhaupt Sinn? Kann ein junger Leutnant aus Bayern oder Sachsen, der vielleicht noch nie ein Gefecht erlebt hat, einem in Krieg ergrauten kurdischen Kämpfer im Nordirak überhaupt etwas beibringen?

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Ja, sagt der Offizier am Telefon, er kann. Auch er ist im Dienst in die Jahre gekommen, er war viel unterwegs mit der Bundeswehr. In Deutschland, in Afghanistan, anderswo. Und dann erzählt er also seine Geschichte: Es ist eines dieser Kampfgebiete, wo der Krieg nie aufhört. Örtliche Regierungstruppen versuchen radikale Islamisten zurückzudrängen, und ein deutscher Verbindungsoffizier – der Erzähler der Geschichte – plant mit dem örtlichen Feldkommandeur die nächste Operation. Der ist eine Autorität unter seinen Soldaten: im Kampf gehärtet, respektiert.

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