Kinder in Quarantäne :
Was deutsche Behörden Familien in der Pandemie androhen

Von Stefan Tomik
Lesezeit: 7 Min.
Corona stresst Kinder: An einer Straßenbahnhaltestelle versucht eine Mutter erfolglos, ihrem Nachwuchs eine Schutzmaske anzuziehen.
Keine gemeinsamen Mahlzeiten, Isolation im Kinderzimmer – und zur Not zwangsweise Absonderung. So drohen Behörden Familien, deren Kinder Kontakt mit Infizierten hatten. Der Kinderschutzbund fordert eine Klarstellung von Gesundheitsminister Spahn.

In mehreren Städten fühlen sich Eltern durch das robuste Vorgehen von Behörden in der Corona-Pandemie verunsichert. Ihre Kinder hatten in Schule oder Kita Kontakt zu einer positiv auf das Virus getesteten Person gehabt und wurden unter häusliche Quarantäne gestellt. Die Behörden gingen aber noch weiter. Sie verlangten, dass die Kinder möglichst auch innerhalb des Haushalts vom Rest der Familie separiert werden sollten. Und sie drohten mit Bußgeldern von mehreren tausend Euro oder gar mit Kindesentzug, sollten die Auflagen nicht befolgt werden. Elterninitiativen, Fachleute und der Kinderschutzbund verurteilen diese Praxis.

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