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Spritzen oder Kühlschrank? : Was Impfzentren tun, wenn noch Impfstoff übrig bleibt

Mitarbeiterinnen ziehen im Trierer Impfzentrum Spritzen auf. Bild: Lucas Bäuml

Zu Beginn haben viele Bürger den Impfstoff von Astra-Zeneca abgelehnt. Das hat sich inzwischen vielerorts gebessert. Trotzdem sind viele Impfzentren noch nicht voll ausgelastet.

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          Ludger Böhlen und seine Mannschaft würden gerne mehr tun, keine Frage. Der Mediziner ist ärztlicher Leiter des Impfzentrums Lemgo im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen, seine Leute impfen dort jeden Tag an die 600 Bürger gegen Corona. „Wir könnten bis zu 1440 Impfungen pro Tag verabreichen“, sagt Böhlen. Doch dass das Zentrum nicht unter Volllast laufe, liege vor allem daran, dass nach wie vor nicht genügend Impfstoff vorhanden sei. An mangelnder Akzeptanz des Präparats von Astra-Zeneca liege es jedenfalls nicht – oder besser: nicht mehr. „Die Nachfrage ist gut“, sagt Böhlen.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          „Es ist nicht so, dass wir den Impfstoff massenhaft im Kühlschrank liegen hätten und nicht wüssten, wohin damit.“ Zu Beginn habe es in der Tat einige Skeptiker gegeben, vor allem wegen der teils deutlichen Impfreaktionen. Doch das habe sich inzwischen geändert. „Die Akzeptanz ist gerade bei Jüngeren massiv gestiegen“, sagt der Hausarzt. „Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass es besser ist, zwei Tage im eigenen Bett zu liegen als zwei Wochen auf der Intensivstation.“

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