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Umgang mit dem Klimawandel : Letzte Hoffnung Atomkraft

Atomkraft mache gutes Klima, sagen manche. Hier ein Beispiel auf einer Wiese bei Brokdorf. Bild: dpa

Zwei Ökoaktivisten wollen den deutschen Atomausstieg bis mindestens 2030 verschieben, um die Erderwärmung zu bremsen. Die erneuerbaren Energien seien noch nicht weit genug, sagen sie. Die Grünen bringt das in Verlegenheit.

          8 Min.

          Eine Frau, ein Mann, ein langer Zank. Die Frau ist die Technik-Historikerin Veronika Wendland, Jahrgang 1966, schlagfertig, kämpferisch, funkelnd böser Witz. Sie nennt sich grün und links, aber sie hat etwas an sich, das Linke und Grüne kaum ertragen können: Sie will Atomkraft, weil ihrer Meinung nach ohne Atomkraft die Klimawende nicht gelingen kann. Und sie sitzt im Vorstand des Pro-Atom-Vereins Nuklearia. Für manche Grüne könnte sie da gleich in der AfD sitzen, so schlimm ist das.

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Der Mann ist der Kerntechniker Rainer Moormann. Er ist eine halbe Generation älter als Wendland und ganz anders. Am Telefon spricht er leise und schonungsvoll, wie einer, der viel lieber zuhört als erzählt. Nie würde er jemandem ins Wort fallen, aber das sollte niemanden täuschen. Kämpfen kann auch er, und nicht umsonst ist er einer der Granden der Anti-Atomkraft-Bewegung.

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