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Neue Corona-Daten : Warum Omikron jetzt verstärkt Ältere trifft

Eine Seniorin aus Bremen hält einen Corona-Schnelltest in der Hand. Bild: dpa

Zwar stecken sich vor allem Jüngere an Corona an – doch laut jüngstem Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts steigen die Zahlen vor allem bei Senioren schnell an. Trotzdem hält die Analyse auch gute Nachrichten bereit.

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          Natürlich ist die gegenwärtige Omikron-Welle vor allem eine Pandemie der Jüngeren. Laut dem jüngsten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) war die Inzidenz in der fünften Kalenderwoche, die vom 31. Januar bis 6. Februar ging, in erster Linie bei Kindern und Jugendlichen weit über dem Durchschnitt. Die mit Abstand höchste Inzidenz stellte die Behörde mit einem Wert von 3736 Fällen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche bei den zehn bis 14 Jahre alten Kindern fest. Dicht gefolgt von der Gruppe der Fünf- bis Neunjährigen, bei denen die Inzidenz 3598 betrug. Zum Vergleich: Über alle Altersgruppen gab das RKI die Corona-Inzidenz mit 1506 an. Das mittlere Alter einer neu infizierten Person sank im Zuge der Ausbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante von 37 Jahren Anfang November auf aktuell 31 Jahre.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Die größte Dynamik zeigte die Pandemie zuletzt allerdings am anderen Ende der Tabelle – also bei den Älteren. Binnen einer Woche stieg die Inzidenz über alle Altersgruppen um etwa 14 Prozent, doch während sie bei den Kleinsten sogar zurückging und bei Kindern und Jugendlichen auf hohem Niveau abermals leicht stieg, kletterten die Werte bei den Älteren stark. Am größten war die Infektionsdynamik in der Gruppe der 85- bis 89-Jährigen, dort fiel die Inzidenz jetzt um fast 43 Prozent höher aus als in der Woche zuvor. Ein Plus von jeweils knapp 39 Prozent zeigen die Daten in den benachbarten Gruppen, also den Über-90-Jährigen sowie den Senioren im Alter von 80 bis 84 Jahren. Das Virus breitet sich damit vermehrt unter jenen aus, die im Falle einer Infektion das größte Risiko einer schweren Erkrankung aufweisen.

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