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Deutsche Sozialdemokratie : Die SPD ist noch zu retten

Die SPD kann die Fahne noch hochhalten – mit Hilfe der Basis, kommentiert Peter Carstens. Bild: dpa

Nicht die SPD ist am Ende, sondern ihr Führungsapparat. An der Basis stehen hunderte fähige Männer und Frauen bereit. Diese sollten Vortritt vor den verbrauchten Fernsehgesichtern der bisherigen Parteispitze erhalten.

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          Die SPD ist nicht am Ende. Mehr als 150 Jahre nach ihrer Gründung halten fleißige, solide und unbestechliche Sozialdemokraten Ministerien, Bundesländer, Städte und Gemeinden am Laufen. Sozialdemokraten sind der Rückhalt unzähliger Gemeinschaftsaufgaben. Doch gibt es einen kleinen, allerdings weithin sichtbaren Teil der Partei, der tatsächlich für die Führung der SPD erledigt ist. Vor allem in den Augen der eigenen Mitgliedschaft. Es handelt sich um die meisten heutigen Vorstände der Partei. Auch sie sind engagierte, redliche Demokraten, keine Frage. Aber seit bald zwanzig Jahren wechseln Mitglieder von Vorstand und Präsidium einander in rascher Folge an der SPD-Spitze ab. Jetzt sollte es genug damit sein.

          Wer einmal dabei war, wenn etwa Olaf Scholz einen Saal mit abwartend-skeptischen Genossen betritt, der spürt die Distanz, die Mienen sind verschlossen, der Begrüßungsbeifall karg. Scholz war ein beliebter Erster Bürgermeister in Hamburg, als Finanzminister genießt er Ansehen. Aber der Sozialdemokrat wirkt auch schon seit Ewigkeiten als Funktionär im Bundes-Betrieb. Leute wie er gelten in der eigenen Partei derzeit wenig.

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