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Was gute Politiker ausmacht : „Merkel verkörpert das Ideal Max Webers“

Der Soziologe Max Weber 1917 in Lauenstein Bild: Picture-Alliance

Vor hundert Jahren starb der Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler Max Weber. Sein Biograph Dirk Kaesler sieht viele seiner Forderungen an die Politik heute verwirklicht – in der Kanzlerin.

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          Herr Kaesler, Max Weber, den wir bis heute als einen der Mitbegründer der Soziologie und großen Autor feiern, starb vor hundert Jahren. Er gilt als eines der prominentesten Opfer der Spanischen Grippe.

          Der Arzt diagnostizierte eine Bronchitis und schob es auf die Anstrengung im Kolleg. Erst kurz vor Webers Tod wurde die tiefsitzende Lungenentzündung erkannt. Da delirierte er schon im Fieber. Er sang auch laut, und berichtet wird, dass er – anders als in der Zeit davor – von bezaubernder Liebenswürdigkeit war. Sogar über sein unvollendetes Werk sprach er: „Das ist mir ja nun ganz gleichgültig.“ Wir wissen nicht genau, ob die Lungenentzündung eine Folge der Spanischen Grippe mit ihren 20 Millionen Toten weltweit war, aber es ist wahrscheinlich. Ich glaube allerdings auch, Weber hat sich seiner Krankheit überlassen, er konnte, wollte nicht mehr.

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