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Söder auf dem CDU-Parteitag : Der lässige Onkel

  • -Aktualisiert am

Söder hat mit seinem Auftritt beim CDU-Bundesparteitag in Leipzig für Furore gesorgt. Bild: Daniel Pilar

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder legte beim CDU-Parteitag einen fulminanten Auftritt hin. Warum Leipzig für ihn einfacheres Pflaster war als München.

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          Der Auftritt des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder auf dem CDU-Parteitag in Leipzig wurde von vielen Delegierten als fulminant empfunden. Der Inhalt seiner Rede allein kann es nicht gewesen sein. Denn in ihr tauchten zahlreiche durchaus bekannte Versatzstücke auf, die vor ein paar Wochen auf dem CSU-Parteitag in München zu eher verhaltenem Jubel geführt hatten. Zum Beispiel das Bild vom „Fels in der Brandung“. Er höre schon mal den Satz, die CSU müsse der „Fels in der Brandung“ sein, sagte Söder in Leipzig. Er entgegne dann: „Wo du stehst, ist schon überhaupt kein Wasser mehr.“ Begeisterung unter den CDU-Delegierten.

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Warum kam ein Bayer in Leipzig noch besser an als in München? Dafür gibt es mehrere Gründe: Es ist etwas anderes, ob die Delegierten von der eigenen Vorsitzenden oder von einem Gast in die Pflicht genommen werden, ihren Hintern in Richtung Zukunft hochzubekommen. So gesehen war Söder in München in der Rolle des strengen Vaters, in Leipzig in der des lässigen Onkels, der schon deswegen interessant ist, weil er aus einem exotischen Land kommt, in dem angeblich die Sonne ein bisschen heller scheint als im Rest der Republik.

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