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Debatte um Grundgesetz : Warum man „Rasse“ nicht streichen sollte

In der Kritik: der Begriff „Rasse“ im Grundgestz Bild: dpa

Unsere Verfassung ist der Gegenentwurf zum NS-Staat. Die Streichung der „Rasse“ wäre leicht und eine Gewissensberuhigung. Das änderte nichts am Rassismus.

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          Was ändert sich, wenn der Begriff der „Rasse“ aus dem Grundgesetz gestrichen werden sollte? Warum steht er überhaupt in unserer Verfassung? Es war doch gerade der grausamste Rassismus, auf den das Grundgesetz eine Antwort ist. Nie wieder! Das ist das Motto nicht nur jener Ordnung, die sich das besiegte und zerstückelte Deutschland unter Aufsicht der Besatzungsmächte gab. Es ist auch der Auftrag, den sich die Vereinten Nationen gaben.

          Das geschah in einer Sprache und gewiss auch noch mit Anschauungen, die heute nicht mehr üblich sind. So nennt auch die Charta die „Rasse“, und im Statut des Internationen Gerichtshofs ist von den „zivilisierten Nationen“ die Rede. Auch das UN-Abkommen, dass sich die Beseitigung jeder Form von rassistischer Diskriminierung auf die Fahnen geschrieben hat, spricht von der „Rasse“.

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