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Lehrer im Pandemie-Einsatz? : Zu Treue verpflichtet

  • -Aktualisiert am

Freiwillige bereiten in Berlin Essenspakete für Bedürftige vor. Bild: dpa

Bislang setzen die Länder auf den freiwilligen Einsatz ihrer Lehrer. Das könnte sich ändern. Doch es ist zu hoffen, dass es bei der Freiwilligkeit bleibt. Denn der Staat hat auch eine Fürsorgepflicht.

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          In der Corona-Krise müssen alle mit anpacken – das sind einfache, aber gewichtige Worte, wenn man sie denn ernst nimmt. Das erfahren gerade auch die Lehrer in vielen Bundesländern, die Aufrufe ihrer Kultusministerien erreichen, sie mögen sich zum Freiwilligendienst in Gesundheitsämtern, Fieberambulanzen oder Seniorenheimen melden.

          Diese Aufrufe sind im Sinne der Solidarität berechtigt, vielleicht sind sie sogar lebensrettend. Aber man kann es auch keiner Lehrerin und keinem Lehrer verdenken, wenn sie oder er zwar helfen will – und trotzdem mit sich ringt. Als Beamte sind Lehrer dem Staat zu Treue und Dienst verpflichtet. Aber gilt das auch in Pandemiezeiten – oder sogar erst recht in Pandemiezeiten?

          Manchem mag nun die Bedeutung des Beamtenstatus, den viele wegen der Sicherheit anstreben, erst so richtig bewusst werden. Bislang setzen die Länder auf den freiwilligen Einsatz ihrer Lehrer. Es ist zu hoffen, dass das so bleibt. Denn der Dienstherr hat für seine Beamten eine Fürsorgepflicht. Auch jetzt kümmern sich die Lehrer um ihre Schüler und sind (hoffentlich) nicht beschäftigungslos.

          Und irgendwann werden gesunde Lehrkräfte auch wieder in den Schulen gebraucht. Trotzdem ist es legitim, dass sich nun jeder diese Frage stellt: Welche Fähigkeiten habe ich, wie kann ich mich in dieser jeden betreffenden Ausnahmesituation einbringen? Die Antworten sind, wie die Herausforderungen der Pandemie, vielfältig.

          Mona Jaeger

          Redakteurin in der Politik.

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