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Grüner für Verbrennerautos : Warum Kretschmann die Abwrackprämie für ökologisch vetretbar hielt

Wenn sie in ausreichender Zahl rollen, geht es der Wirtschaft gut. Das meint auch Winfried Kretschmann. Bild: dpa

Ein Grüner kämpft für Autos mit Verbrennungsmotoren? Für den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann war das keine Sünde wider das Klima – sondern wirtschaftspolitische Pflicht.

          3 Min.

          Die Entscheidung der Bundesregierung, den Kauf von Autos mit Verbrennungsmotoren nicht mit einer Prämie anzukurbeln, ist vielfach als Sieg der Politik über die Autolobby bejubelt worden. Endlich befreie man sich von der alten Auto-Ideologie, sei das Kanzleramt keine Außenstelle der Automobilverbände mehr, werde der Umstieg auf Elektro-Mobilität gefördert.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          In der Tat gab es nur wenige Befürworter dieser Prämie. Wirtschaftswissenschaftler, große Teile der CDU-Bundestagsfraktion, der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion und die Grünen hatten dagegen gewettert.

          Die Kaufprämie subventioniere aufgeschobene Kaufabsichten und bringe keinen zusätzlichen Absatz, argumentierte die CDU. Hinzu kommt wohl, dass Subventionen für die Automobilindustrie bei den Bürgern alles andere als populär sind.

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