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Das nächste Kapitel : Warum Kevin Kühnert den Juso-Vorsitz abgibt

Kevin Kühnert Bild: dpa

Kevin Kühnert gibt den Juso-Vorsitz ab. Er will stattdessen für den Bundestag kandidieren. Den Berliner Landesverband der SPD stellt er damit vor eine schwere Entscheidung.

          3 Min.

          Kevin Kühnert konnte machen, was er wollte. Seine Jusos zogen mit. In den Kampf gegen die große Koalition sowieso. Aber auch, als dieser verlorenging, die SPD eine abermalige Koalition mit der Union verabredete und Kühnert verkündete: Wenn die SPD aus der Koalition ausstiege, dann gäbe sie auch Gestaltungsspielraum auf. Kühnert hatte das als Vorspiel seiner Kandidatur für den Parteivorstand gesagt, er wollte stellvertretender Parteivorsitzender werden. Aber auch da waren die Jusos ganz beseelt. Er tue alles für den Verband und seine 80.000 Mitglieder, hieß es.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.

          Kühnerts Popularität strahlte auch auf viele andere Jusos ab, der Kühnert-Stempel ermöglichte ihnen Zugang in den engeren Kreis der Macht. Kühnert hat den Jusos keine wichtigen inhaltlichen Impulse gegeben, aber er hat das Grundsätzliche wieder in den Mittelpunkt gerückt: große Koalition ja oder nein? Sozialismus ja oder nein? Die Jusos wurden wieder ernst genommen. Weil Kühnert ernst genommen wurde – auch wenn er dabei ziemlich vielen in der SPD auf die Nerven ging.

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