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Vorstoß zu Kabinettsumbildung : Ein Söder tut jeder Regierung gut

Wie sich CSU-Chef Markus Söder den idealen Minister vorstellt? So wie sich selbst (hier im November 2019 beim CDU-Bundesparteitag in Leipzig). Bild: dpa

Jedes Kabinett braucht Leute wie Söder. Aber es hilft auch jeder Regierung, dass es nicht viele von seiner Sorte gibt.

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          CSU-Chef Markus Söder hat eine Umbildung des Bundeskabinetts halb angekündigt, halb gefordert. Warum? Und warum ohne Absprache mit der Kanzlerin oder der CDU-Vorsitzenden? Es gehört zum Selbstverständnis der CSU, zu Jahresbeginn, auf der Klausur der Landesgruppe, die Schlagzeilen zu bestimmen, und es gehört zu Söders Selbstverständnis, im Zweifel noch einen draufzusetzen. So kam es, dass Alexander Dobrindt, der Landesgruppenchef, auf seiner eigenen Klausur in Seeon nur die zweite Geige spielte.

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Söder hat zur Erklärung seines Vorstoßes einen Fußball-Vergleich bemüht: Die zweite Halbzeit der Bundesregierung habe begonnen, man müsse „frische Kräfte ins Spiel“ bringen. Anleihen beim Fußball helfen, um Söder besser zu verstehen: Der Steilpass, der zwar zum Ballverlust führen, aber ein Spiel eben auch öffnen oder entscheiden kann, ist ihm lieber als der Stil Angela Merkels, den Ball so lange in den eigenen Reihen quer zu spielen, bis der Gegner keine Lust mehr hat.

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