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Merz-Kommentar : Er braucht nicht zu schmollen

Friedrich Merz Anfang Dezember beim CDU-Parteitag in Hamburg Bild: AFP

Mit der Frage, was aus Friedrich Merz in der CDU werden könne oder solle, halten seine Anhänger einen Konkurrenzkampf am Köcheln, der schon entschieden ist. Nun kann Merz erst einmal seine Parteiaktivitäten hochhalten.

          Sie könnte zu einem neuen Dauerbrenner in der CDU werden, die Frage nämlich, was aus Friedrich Merz in der Partei und, womöglich, in der Regierung werden könne oder solle oder aber nicht werden könne und schon gar nicht solle.

          Die Merz-Anhänger, die diese Frage aufwerfen, halten so den innerparteilichen Konkurrenzkampf am Köcheln, der, zur Erinnerung, von der früheren saarländischen Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer für sich entschieden worden ist. Weil der Sieg aber nur ziemlich knapp ausfiel, sind Enttäuschung und Trauer im Lager des (Haupt-)Unterlegenen noch immer groß.

          Dass der sich für geeignet hält, ein Ministeramt zu bekleiden, ist keine Sensation. Wer sich um das Spitzenamt der Partei bewirbt, die der parteipolitische Anker Deutschlands ist, muss sich zwangsläufig auch für befähigt halten, das politische Führungsamt des Gemeinwesens zu bekleiden. Aber das ist nicht vakant, jedenfalls im Moment nicht.

          Eine Umbesetzung der Regierung ist auch nicht in Sicht, kann aber noch kommen. Bis dahin kann Merz seine Parteiaktivitäten hochhalten, zu schmollen braucht er gewiss nicht.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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