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Nach Herrmann-Aussage : Heimatfeindlich

Bamberg: Ein Schild weist den Weg zum Eingangsbereich des Geländes des Ankerzentrums für Flüchtlinge. Bild: dpa

Migrationsfeindlich? Es herrscht internationaler Konsens, dass es kein Recht auf Einwanderung gibt, Asyl von Voraussetzungen abhängt und Gewalttäter abgeschoben werden können. Alles andere wäre heimatfeindlich, ja menschenfeindlich.

          Es ist nicht „migrationsfeindlich“, sondern eine Tatsache, dass viele Flüchtlinge aus Ländern und Regionen kommen, in denen nicht gerade eine Kultur der Gewaltlosigkeit herrscht. Das ist schließlich ein Fluchtgrund – und kein Vorwurf, denn jeder wird in bestimmte Umstände hineingeboren.

          Es ist allerdings, mit fortschreitendem Lebensalter und in einem anderen Umfeld, auch keine Rechtfertigung für eigenes Tun. Migrationsfeindlich kann das nur nennen, wer Migration unabhängig von Art und Ausmaß für einen Reingewinn hält.

          Doch wer glaubt das wirklich? Die Kosten einer unkontrollierten Einwanderung tragen letztlich alle. Das ist schließlich der Grund, warum es eine breite Mehrheit für eine umfassende Regelung der Einwanderung gibt und warum auch auf europäischer Ebene ein Bedürfnis nach Grenzsicherung und eben nicht nach unbegrenzter Aufnahme existiert.

          Und auch über Europa hinaus herrscht ein Konsens, dass es kein Recht auf Einwanderung gibt, Asyl von Voraussetzungen abhängt und Gewalttäter abgeschoben werden können. Alles andere wäre heimatfeindlich, ja menschenfeindlich.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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