https://www.faz.net/-gpf-9ps8c

Nach Herrmann-Aussage : Heimatfeindlich

Bamberg: Ein Schild weist den Weg zum Eingangsbereich des Geländes des Ankerzentrums für Flüchtlinge. Bild: dpa

Migrationsfeindlich? Es herrscht internationaler Konsens, dass es kein Recht auf Einwanderung gibt, Asyl von Voraussetzungen abhängt und Gewalttäter abgeschoben werden können. Alles andere wäre heimatfeindlich, ja menschenfeindlich.

          1 Min.

          Es ist nicht „migrationsfeindlich“, sondern eine Tatsache, dass viele Flüchtlinge aus Ländern und Regionen kommen, in denen nicht gerade eine Kultur der Gewaltlosigkeit herrscht. Das ist schließlich ein Fluchtgrund – und kein Vorwurf, denn jeder wird in bestimmte Umstände hineingeboren.

          Es ist allerdings, mit fortschreitendem Lebensalter und in einem anderen Umfeld, auch keine Rechtfertigung für eigenes Tun. Migrationsfeindlich kann das nur nennen, wer Migration unabhängig von Art und Ausmaß für einen Reingewinn hält.

          Doch wer glaubt das wirklich? Die Kosten einer unkontrollierten Einwanderung tragen letztlich alle. Das ist schließlich der Grund, warum es eine breite Mehrheit für eine umfassende Regelung der Einwanderung gibt und warum auch auf europäischer Ebene ein Bedürfnis nach Grenzsicherung und eben nicht nach unbegrenzter Aufnahme existiert.

          Und auch über Europa hinaus herrscht ein Konsens, dass es kein Recht auf Einwanderung gibt, Asyl von Voraussetzungen abhängt und Gewalttäter abgeschoben werden können. Alles andere wäre heimatfeindlich, ja menschenfeindlich.

          Reinhard Müller
          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

          Weitere Themen

          Eine Präsidentin für Frankreich?

          Pécresse tritt gegen Macron an : Eine Präsidentin für Frankreich?

          Zum ersten Mal zieht die bürgerliche Rechte mit einer Frau in den französischen Präsidentenwahlkampf. Valérie Pécresse, die als Vorbilder Angela Merkel und Margaret Thatcher nennt, ist oft unterschätzt worden.

          Topmeldungen

                        Zuhause bedrängt:  Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping

          Vor Haus von Petra Köpping : Aufmarsch mit brennenden Fackeln

          In Sachsen belagern zwei Dutzend radikale Maßnahmen-Gegner das Privathaus von Gesundheitsministerin Petra Köpping. Der Verfassungsschutz beobachtet die „Querdenker“-Szene im Land zunehmend mit Sorge.
          Damals, im April, die erste Sitzung des Ausschusses im Großen Festsaal im Rathaus von Hamburg

          Cum-ex-Affäre : Staatsanwältin kritisiert Hamburger Behörden

          Im Untersuchungsausschuss zur Cum-ex-Affäre zeigt eine Staatsanwältin wenig Verständnis für das Verhalten der Hamburger Behörden. Eine Frage wird immer dringlicher: Gab es eine politische Einflussnahme?
          Bild der Geschlossenheit: Auch die unterlegenen Präsidentschaftsanwärter versammeln sich nach der Vorwahl der bürgerlichen Rechten um die Siegerin Valérie Pécresse.

          Pécresse tritt gegen Macron an : Eine Präsidentin für Frankreich?

          Zum ersten Mal zieht die bürgerliche Rechte mit einer Frau in den französischen Präsidentenwahlkampf. Valérie Pécresse, die als Vorbilder Angela Merkel und Margaret Thatcher nennt, ist oft unterschätzt worden.