https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/warum-die-organspende-zahlen-zuletzt-eingebrochen-sind-18050736.html

Corona und Organspende : Weniger Herzen, Lebern und Nieren

Entnahme eines Herzens: Aufgenommen in Rostock Bild: dpa

Zwei Jahre lang ist Deutschland bei der Organspende vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Anfang des Jahres brechen die Zahlen dann plötzlich massiv ein – wie konnte es dazu kommen?

          6 Min.

          Etwa 8500 Patienten stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Schon seit Jahren ist der Bedarf an Spenderorganen weitaus größer als das Angebot – deutsche Patienten profitieren von der Mitgliedschaft des Landes bei Eurotransplant, einem Zusammenschluss mehrerer europäischer Staaten, der die Verteilung von Spenderorganen koordiniert.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          In den ersten zwei Jahren der Corona-Pandemie ist die Zahl der Organspender in Deutschland noch recht konstant geblieben, im vergangenen Jahr spendeten 933 Personen nach dem Tod insgesamt 2905 Organe. Zum Vergleich: Im Jahr 2019, dem letzten vor Corona, verzeichnete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), die jede Organentnahme in einem deutschen Krankenhaus begleitet, 932 Spender und 2995 entnommene Organe.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+