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Sanierung der Gorch Fock : Segeln im Konjunktiv

Auf dem Trockenen: Die Gorch Fock im Juli in der Fassmer Werft Bild: dpa

Das Segelschulschiff der Marine sollte eigentlich rasch wieder in See stechen. Aber die Fertigstellung verzögert sich weiter. Vorangehen dürfte es erst mit neuen Investoren – und frischem Geld.

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          Im Sommer hat es einige Zeit so ausgesehen, als werde die endlose Geschichte der Instandsetzung der Gorch Fock in absehbarer Zeit zu einem guten Ende kommen. Aber nun ist das Schicksal des Segelschulschiffs, das schon seit fast vier Jahren in der Werft ist, wieder ungewiss. Der Zeitplan, so viel ist klar, verlängert sich abermals.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Die in Insolvenz befindliche Elsflether Werft, die das Schiff auf Vordermann bringen sollte, ist auf der Suche nach Investoren. Subunternehmer verlangen hundertprozentige Vorausleistungen für weitere Schiffsarbeiten, andere halten wochen- und monatelang Bauteile zurück, die sie gefertigt oder instandgesetzt haben, weil sie offene Forderungen an die Werft beklagen. Dort wiederum suchen sowohl die neue Geschäftsleitung als auch die Staatsanwaltschaft noch immer nach Millionen, die zwar eingenommen wurden, etwa als Zahlungen des Verteidigungsministeriums für die Schiffssanierung, dann aber in anderen Kanälen verschwanden. Dabei war möglicherweise Betrug im Spiel.

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