https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/warum-der-wald-schlecht-auf-den-klimawandel-vorbereitet-ist-18224757.html
Bildbeschreibung einblenden

Trockenheit und Brände : Abschied vom deutschen Wald

Waldstück in der Sächsischen Schweiz, in dem es 2018 gebrannt hat - aufgenommen im August 2022. Bild: Robert Gommlich

Seit Wochen schon brennt es vor allem in Ostdeutschland. Der Wald ist nicht auf den Klimawandel vorbereitet. So, wie er ist, kann er nicht bleiben. Was muss sich ändern?

          6 Min.

          Diesen Sommer hat es in vielen Wäldern Europas gebrannt, auch in Deutschland. Seit zwei Wochen stehen Teile der Sächsischen Schweiz in Flammen, die Lage ist so schlimm wie noch nie. Unermüdlich versuchen Hunderte Feuerwehrleute aus mehreren Bundesländern zu löschen. 15 Hubschrauber von Bundeswehr, Polizei und Privatanbietern sind fast pausenlos im Einsatz. Sie tunken Behälter in die Elbe und fliegen das Wasser hoch in die Berge, wo sie, von Einsatzkräften am Boden dirigiert, punktgenau löschen. Viele Millionen Liter Wasser haben sie schon transportiert, aber es reicht alles nicht. 150 Hektar Wald stehen in Flammen. Was helfen würde, wäre Regen, aber der fällt kaum.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.
          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          So geht das seit Jahren. Das Klima wird immer heißer, die Böden immer trockener, die Feuer immer größer. In Zukunft müssen die Deutschen ihren Wald verändern, um ihn zu erhalten. Sie müssen ihn ausdünnen, Schneisen schlagen und totes Holz wegschaffen. Der Wald ist dann nicht mehr der gleiche, aber immerhin gibt es ihn noch.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          In Köln: Harald Schmidt ganz entspannt und ohne Fans beim Fotoshooting mit der F.A.Z. vor drei Jahren, noch vor Corona

          Besuch in Vöhringen : Harald Schmidt kommt nach Hause

          Bei einer Soiree im schwäbischen Vöhringen kehrt der Entertainer zu seinen Wurzeln zurück. Er spricht mit den Gästen über die Zeitenwende, Corona-Maskenskandale und die Körpersprache von Robert Habeck. In was für einer Zeit leben wir?
          Patricia Schlesinger bei einem Fototermin im Dezember 2020

          Abfindung für Schlesinger? : Schampus für alle und Boni satt

          Zur Amtsführung der zurückgetretenen RBB-Intendantin Patricia Schlesinger dringen weitere, pikante Details ans Licht. Die Frage ist, ob sie auch noch eine Abfindung erhält. Die ersten Köpfe rollen.
          Ein Straßenschild - nachträglich gegendert

          Gendern und Linguistik : „Wir schütteln nur den Kopf darüber“

          Die Ansprüche haben sich geändert: Die Sprachwissenschaftlerin Damaris Nübling über den jüngsten Aufruf gegen gendergerechte Sprache und zum Blick der Linguistik auf die hitzigen Debatten darum, wer wie spricht.