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Große Koalition : Warum der SPD-Abgeordnete Bülow Merkel nicht wählte

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„Und ja, es zerreißt mich“: der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow (Archivbild) Bild: © Willi Weber

Eine Frage des Gewissens: Der SPD-Abgeordnete Marco Bülow verweigerte Merkel die Stimme bei der Kanzlerwahl. In einer zweiseitigen Erklärung begründet er seine Entscheidung.

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          Für den Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordneten Marco Bülow war es eine Gewissensfrage: Am Ende hat der ausgewiesene Groko-Gegner bei der Kanzlerinnenwahl am Mittwoch im Bundestag Angela Merkel (CDU) nicht gewählt. Mehr als eine Woche habe ihn die Entscheidung belastet - „und ja, es zerreißt mich“, schrieb der direkt in den Bundestag gewählte Bülow in einer zweiseitigen Erklärung.

          Er habe immer darauf hingearbeitet, die große Koalition von Union und SPD zu überwinden. Die Glaubwürdigkeit der SPD habe durch ihre 180-Grad-Wende von einem „Nein“ zur Neuauflage einer Groko hin zum „Ja“ gelitten. Er aber wolle seine Glaubwürdigkeit nicht aufgeben. „Mein Gewissen sagt mir weiter deutlich, ich kann Angela Merkel meine Stimme nicht geben.“ Er wolle seine Entscheidung aber nicht wie eine Reihe von Abgeordneten aus beiden Fraktionen verschweigen.

          Merkel hatte am Mittwoch im Bundestag in geheimer Wahl 364 von 688 abgegebenen gültigen Stimmen erhalten – nur neun Stimmen mehr als die für die Kanzlermehrheit nötigen 355 Stimmen. Zahlreiche Abgeordnete der Koalitionsfraktionen stimmten offensichtlich nicht für Merkel. Die Fraktionen von Union und SPD verfügen im Bundestag über 399 Sitze, insgesamt hat der Bundestag 709 Abgeordnete. In der NRW-SPD war der Widerstand gegen die Neuauflage der großen Koalition besonders groß.

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