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Bilanz einer Region im Wandel : Das Ruhrgebiet – widersprüchlich wie nie zuvor

  • -Aktualisiert am

Pause in Schacht 10: Im Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop wird bis Ende 2018 noch Kohle gefördert. Bild: Frank Röth

Schmelztiegel, Feuerarbeit, Kreuz über Kohle und Eisen – das Ruhrgebiet lebt, aber nur im Mythos. Nicht nur als montanindustrielles Kraftzentrum Europas ist es längst Geschichte.

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          Eine Schönheit war das Ruhrgebiet noch nie – aber war seine Wahrnehmung jemals so widersprüchlich wie heute? Das Bild einer Vorzeigeregion für gelungenen technologiebasierten Strukturwandel steht in einem bemerkenswerten Kontrast zu Wahrnehmungen als einer düsteren, sozial prekären und wirtschaftlich abgehängten Industrielandschaft ohne Zukunft. Nicht zu bestreiten ist nur: Das Ruhrgebiet hat seine Rolle als montanindustrielles Kraftzentrum Europas verloren.

          Real ist auch sein zunehmender Zerfall als einheitlicher Wirtschaftsraum. Das Jahr 2018 wird diesen epochalen Einschnitt endgültig besiegeln: Der Steinkohlenbergbau im Revier, der in den vergangenen Jahrzehnten nur durch milliardenschwere Subventionen am Leben gehalten werden konnte, endet am kommenden Freitag mit der Stilllegung der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop.

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