https://www.faz.net/-gpf-a5nun

Deutsch-französisches Projekt : Wenn Freunde einen Panzer planen

Rüstungsexportware: Der deutsche Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A4 Bild: dpa

Symbolträchtig haben Deutschland und Frankreich beschlossen, gemeinsam einen neuen Kampfpanzer zu bauen – ein duellfähiges Hauptwaffensystem voll modernster Technik. Doch die Zusammenarbeit gestaltet sich schwierig.

          3 Min.

          Was in der Autowelt der Mercedes war, ist unter den Kampfpanzern der „Leopard“: Ein technisches Spitzenprodukt kombiniert mit solider deutscher Wertarbeit. Seit 1979 ist die zweite Generation des Leopard in Produktion, sie wird stetig verbessert und an Kampfkraft gesteigert. Derzeit wird die Variante Leopard 2A7V gebaut, 62 Tonnen und eine überaus treffsichere Kanone werden von einer 1500-PS-Dieselturbine auf bis zu 72 Stundenkilometer getrieben.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Dennoch sind seine Tage gezählt. Im Verteidigungsministerium wird nach 40 Jahren stetiger Fortentwicklung für die kommenden Jahrzehnte ein neuer Panzer gefordert, nicht die achte oder neunte Fortentwicklung der bisherigen Karosserie. Lange galten Panzer als überflüssige Kolosse aus dem vorigen Jahrhundert. Deutschland rüstete ab, ebenso wie alle anderen europäischen Nationen. Von einst rund 2100 Leopard-Tanks sind der Panzertruppe noch um die 220 Stück verblieben.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wer ist Amanda Gorman? : Mit Lyrik in die Welt getreten

          Eine Klasse für sich: Warum der Auftritt der amerikanischen Dichterin Amanda Gorman bei der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten in Washington die Welt bewegt.

          Pandemie-Bekämpfung : Das Versagen der Schweiz

          In der Regierung in der Schweiz sitzen sieben Vertreter von vier Parteien, die ausgeprägt gegensätzliche Strategien zur Corona-Bewältigung verfolgen. Das Ergebnis ist eine einzige Peinlichkeit – und hat tödliche Folgen.