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CDU-Politiker Jens Spahn : Burka und Niqab gehören nicht nach Deutschland

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Eine verschleierte Frau auf dem Odeonsplatz in München Bild: dpa

Sollte Deutschland die Vollverschleierung von Frauen verbieten? CDU-Politiker Jens Spahn schreibt in der F.A.Z., warum Burka und Niqab mit dem Grundverständnis einer offenen Gesellschaft unvereinbar seien.

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          Burka und Niqab gehören nicht zu Deutschland. Diese Art der Vollverschleierung sei mit dem Grundverständnis von Öffentlichkeit in einer offenen, demokratischen Gesellschaft nicht vereinbar, schreibt Jens Spahn, Mitglied des Präsidiums der CDU Deutschlands, in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. August. Eine offene Gesellschaft beruhe auf Austausch und Teilhabe am öffentlichen Leben. Hingegen signalisiere eine Vollverschleierung, dass sich jemand isoliere, abgrenze und den Blicken anderer entziehe, schreibt Spahn.

          Damit verweigere man sich einer der grundlegendsten Formen der zwischenmenschlichen Kommunikation: „Ich verwehre meinem Gegenüber die Möglichkeit, sich im wahrsten Sinne ein Bild von mir zu machen.“ So verhindere eine Vollverschleierung ein gesellschaftliches Miteinander. „Das mag in anderen Kulturen gewollt oder gar gefordert sein, in Deutschland und Europa jedenfalls funktioniert die Gesellschaft anders.“

          Zwar stimme es, dass man in einem freien Land tragen dürfe, was man wolle. Wenn aber in der Öffentlichkeit die eigene Freiheit die Freiheit und Erwartungen der anderen tangiere, müssten Regeln gelten, die dieses Zusammenleben strukturierten und gesellschaftlichen Frieden möglich machten, schreibt Spahn. „Deshalb wird übrigens auch Nacktsein im öffentlichen Raum als öffentliches Ärgernis eingestuft und sanktioniert.“ Spahn bezweifelt, dass es sich bei der Vollverschleierung um eine freie Entscheidung der Frauen handle.

          Die Vollverschleierung stehe für ein turbo-patriarchalisches System. Zudem komme darin „ein völlig absurdes Frauenbild“ zum Ausdruck. Eindrucksvoll seien die Bilder der Frauen, die voller Begeisterung ihren Gesichtsschleier verbrannten, nachdem die Stadt Manbidsch von islamischen Dschihadisten befreit worden sei.

          Bei Integration dürften nicht aus falsch verstandener Toleranz immer wieder die alten Fehler wiederholt werden, so Spahn. „Die deutsche Gesellschaft darf und muss klare Ansprüche formulieren, wie Zusammenleben funktioniert und wie eben nicht.“

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