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Image von Politikern : Warum viele Baerbock unterschätzt haben

Außenministerin Baerbock: Im Amt nachgereift, wie der Philosoph Sloterdijk meint? Bild: Lucas Bäuml

Viele, die die Außenministerin jetzt loben, trauten ihr das Amt lange nicht zu. Das sagt mehr über die Erwartungen an Politiker als über die Politiker selbst.

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          In einem sind sich viele Deutsche gerade einig: Sie haben Annalena Baerbock unterschätzt. Noch im Dezember glaubte mehr als die Hälfte der Deutschen, die Außenministerin werde ihre Arbeit eher schlecht machen; inzwischen ist sie das beliebteste Mitglied der Bundesregierung. Ihre Leistung anzuerkennen, scheint selbst früheren Kritikern das Gebot der Stunde. So verkündete der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, man müsse neidlos anerkennen, dass Baerbock einen neuen Stil im Auswärtigen Amt präge: „Echt gut!“ Ein Jahr zuvor hatte er noch ihre Führungskompetenz infrage ge­stellt. Die Basis stehe nicht hinter ihr: „Die Grünen sind und bleiben ein Sicherheitsrisiko.“

          Der Philosoph Peter Sloterdijk urteilte unlängst, Baerbock mache eine viel bessere Figur, „als zu erwarten war“, weshalb er selbst zuvor auch noch „etwas respektloser“ über sie gesprochen habe. Nun aber rücke sie „unter dem Realitätsstress in andere Kraftfelder“.

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