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Mordfall Lübcke : Die Falle der AfD

Der Trauergottesdienst für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am Donnerstag in Kassel Bild: dpa

Die AfD ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Die Krokodilstränen über den Tod eines Repräsentanten des „Systems“, das sie aus den Angeln heben will, kann sie sich sparen.

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          Es werden viele Selbstverständlichkeiten zum Mord an Walter Lübcke gesagt, zum Beispiel die, dass er lückenlos aufgeklärt werden müsse. Nur aus einem Munde sind solche Selbstverständlichkeiten nicht selbstverständlich, aus dem der AfD.

          Es tut immer wieder weh, wenn sie sich, wie auch in diesem Fall, als „Rechtsstaatspartei“ in Szene setzt und beteuert, sie verurteile „extremistische Gewalt in jeglicher Form“. Der Rechtsstaat der AfD besteht vornehmlich daraus, dass er die Bundesrepublik zum Unrechtsstaat erklärt, und im Traum kämen die AfD und ihre hundertfünfzigprozentigen Anhänger nicht auf den Gedanken, dass zu „jeglicher Form“ auch Worte, ihre Worte gehören könnten.

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