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Bücher, Blöcke, Brotdose : Wann kommt die Gewichtsgrenze für Schulranzen?

  • -Aktualisiert am

Schweres Gepäck: Immer kleinere Kinder müssen immer größere Schulranzen tragen. Bild: dpa

Die Taschen von Schülerinnen und Schülern wiegen heutzutage manchmal bis zu neun Kilogramm. Rückenschmerzen sind nicht selten die Folge. Politiker, Eltern und Ärzte fordern deswegen nun neue Vorschriften.

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          Die Schulranzen sind zu schwer. Schultaschen, die ein Viertel des Gewichts ihres kleinen Trägers wiegen, sind heutzutage keine Seltenheit. Das wäre etwa so, als ob ein Erwachsener mit Normalgewicht jeden Tag eine Zwanzig-Kilo-Aktentasche schleppen müsste. Der Elternbeirat eines bayerischen Gymnasiums hat festgestellt, dass die Ranzen der Fünftklässler bis zu neun Kilo wiegen. Das ist nicht einmal nach der Verordnung über den Kinderarbeitsschutz zulässig. Dort heißt es, dass die Arbeit von Kindern nicht erlaubt ist, wenn sie regelmäßig Lasten von mehr als 7,5 Kilo tragen müssten. Die Hälfte der elf bis siebzehn Jahre alten Kinder klagt zudem über Rückenschmerzen. Nicht zuletzt wegen der schweren Schultaschen werden viele Kinder mit dem Auto in die Schule gefahren.

          Die Eltern, aber auch viele Kinderärzte fordern deshalb eine Gewichtsgrenze für Schulranzen. Der Berufsverband der Kinderärzte geht jetzt sogar in die Offensive. Ein Sprecher sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: Das Gewicht von Schulranzen solle zehn Prozent des Körpergewichts eines Kindes nicht überschreiten. Ein Kind, das bei der Einschulung zwanzig Kilo wiegt, dürfte demnach nicht mehr als zwei Kilo Gepäck tragen. Der Verband plädiert dafür, dass die Eltern die Ranzen sparsam bepacken.

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