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Wahlumfrage : Die SPD verliert, die Union gewinnt

  • Aktualisiert am

In der Wählergunst wieder abgerutscht: Andrea Nahles und die SPD Bild: dpa

Die Große Koalition fände demnach derzeit keine Mehrheit. Die hätte nur ein anderes Bündnis.

          Kurz vor der Europawahl würden wieder weniger Bürger die SPD wählen, nur 15 Prozent laut dem „RTL/n-tv-Trendbarometer“. Es ist der schlechteste Wert der Partei seit Wochen. Die CDU kann dagegen wieder um zwei Prozentpunkte zulegen und steht nun bei 29 Prozent.

          Der Rest der Parteien bleibt unverändert: Die Grünen verharren bei 20 Prozent, die AfD bei 13 Prozent. Der Linken würden neun Prozent ihre Stimme geben und der FDP acht Prozent. Sechs Prozent der Befragten würden für kleinere Parteien stimmen.

          Damit hätte auch die Große Koalition keine Mehrheit mehr. Eine sichere regierungsfähige Mehrheit fände nur ein Bündnis aus Union und Grünen.

          Es ist die erste Umfrage mit einer Sonntagsfrage, die nach den Sozialismus-Äußerungen von Juso-Chef Kevin Kühnert vom 1. Mai erschienen ist – jedoch wurden die Daten zwischen dem 29. April und dem 3. Mai erhoben. Kühnert forderte in einem Interview, Großkonzerne wie BMW zu kollektivieren. Er musste dafür in den vergangen Tagen viel Kritik einstecken.

          Die Umfrage hat auch das Interesse an der Europawahl abgefragt. Nur 25 Prozent der Wähler sehen demnach die Wahl als wichtig an. Vor der Bundestagswahl 2017 stuften 55 Prozent die Wahl als wichtig ein.

          Die Spitzenkandidaten der größten Parteien sind auch nur weniger als einem Drittel der Wähler bekannt. Den Spitzenkandidaten der Union Manfred Weber konnten nur 28 Prozent nennen, die SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley nennen nur ein Viertel der Wähler.

          Umfrage

          , Umfrage von:
          Quelle: wahlrecht.de Alle Ergebnisse aus Bund und Ländern

          Dagegen hatte eine kürzlich veröffentlichte Umfrage von Emnid im Auftrag der „Bild“-Zeitung ergeben, dass die Zustimmung zu Europa in Deutschland derzeit sehr hoch ist. 63 Prozent der Befragten gaben, dass es Deutschland ohne der EU schlechter gehen würde

          Für das „RTL/n-tv-Trendbarometer“ erhob das Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 29. April und dem 3. Mai die Daten.

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