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Wahlrechtsreform : Ist der Bundestag wirklich zu groß?

Der leere Plenarsaal nach der Bundestagswahl 2021 Bild: dpa

Die Ampel will das Wahlrecht ändern, weil ein großer Bundestag angeblich nicht funktioniert. Aber stimmt das überhaupt? Wir haben uns umgehört – und überraschende Antworten bekommen.

          6 Min.

          Das große Problem des deutschen Parlamentarismus heißt zum Beispiel Jürgen Hardt: 59 Jahre alt, Mitglied der CDU und Abgeordneter aus dem Wahlkreis Solingen-Remscheid-Wuppertal.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das Zweifelhafte an Hardt ist nicht seine Eignung als Politiker, die muss gut sein, sonst wäre er nicht außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Er hat sich auch nichts zuschulden kommen lassen. Es ist allein die Art, wie er an sein Mandat gekommen ist, nämlich über ein sogenanntes Ausgleichsmandat.

          Das bekommen Parteien, wenn andere zu viele Direktmandate holen, zum Beispiel die CSU. Die holt oft mehr Direktmandate, als ihr nach den Zweitstimmen zustehen, man nennt das Überhangmandat. Und weil das ein unfairer Vorteil ist, bekommen die anderen Parteien vom Bundeswahlleiter so viele Mandate geschenkt, bis das Verhältnis wieder stimmt. Das sind die Ausgleichsmandate. Hardt hat so eines.

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