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Wahlkampf in NRW : Kann die SPD im Ruhrgebiet noch etwas bewegen?

Saskia Esken mit Frank Dudda, dem Oberbürgermeister von Herne Bild: Imago

Die Parteivorsitzenden der SPD sind unterwegs im Stammland der Sozialdemokratie. Für die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen sieht es für die Partei nicht rosig aus.

          6 Min.

          Wenn tief im Westen Herne erwacht, dann muss sich der Rest der Republik warm anziehen. Besonders Markus Söder. Denn der versuche, dem Ruhrgebiet einen Teil des nötigen Geldes für den Wiederaufstieg vorzuenthalten. Davon ist jedenfalls Oberbürgermeister Frank Dudda (SPD) überzeugt. „Die Kreativen haben das Ruhrgebiet entdeckt“, ruft er und schwärmt von „Attraktivitätsachsen“ in der vom Bergbau tief gezeichneten Stadt. Depression war gestern, jetzt gehe es um den „Aufholprozess Ruhr“, den er und die anderen SPD-Bürgermeister in der Metropolen-Region mit 5,2 Millionen Einwohnern begonnen haben.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Da staunt Saskia Esken, die Parteivorsitzende, die dieser Tage gemeinsam mit Norbert Walter-Borjans zwischen Essen, Dortmund und Bottrop unterwegs war. Die beiden sind gekommen, um ihren ersten größeren Wahlkampf als Vorsitzende zu begleiten. Für die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen sieht es für die SPD nicht rosig aus. Aber im Ruhrgebiet schlagen immer noch viele Herzen für die Partei. Dudda wurde beim letzten Mal mit 56 Prozent gewählt, sein Nachbar in Bottrop, Bernd Tischler, mit mehr als 60 Prozent. Nebenan in Gelsenkirchen bemüht sich Karin Welge um die Nachfolge von Frank Baranowski, der zuletzt mit 67 Prozent der erfolgreichste der roten Ruhrbürgermeister war.

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