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Die „Meinungsmache“ der Parteien : Je prominenter, desto besser

Screenshot der CDU-Kampagne „I love Raute“ Bild: www.unterstuetzt-merkel.de

Dass Parteien Prominente für sich werben lassen, hat Tradition – bei SPD wie CDU. Warum wirft Kramp-Karrenbauer den Youtubern dann „Meinungsmache vor der Wahl“ vor?

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          Ein Wahlaufruf gegen CDU, CSU, SPD und AfD von Dutzenden Youtubern hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer verärgert. Doch ihre Partei setzte selbst Prominente ein, um für sich zu werben, unter ihnen auch Influencer. Kramp-Karrenbauer müsste nun erklären, warum Wahlaufrufe für die CDU anders bewertet werden sollten als Aufrufe gegen sie.

          Oliver Georgi
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Stefan Tomik
          Redakteur in der Politik.

          In einer Pressekonferenz am Montag nach der Europawahl sagte Kramp-Karrenbauer: „Als die Nachricht kam, dass sich eine ganze Reihe von Youtubern zusammengeschlossen haben, um einen Aufruf zu starten, einen Wahlaufruf gegen CDU und SPD, habe ich mich gefragt: Was wäre eigentlich in diesem Land los, wenn eine Reihe von, sagen wir mal, 70 Zeitungsredaktionen zwei Tage vor der Wahl erklärt hätten, wir machen einen gemeinsamen Aufruf: Wählt bitte nicht CDU und SPD. Das wäre klare Meinungsmache vor der Wahl gewesen, und ich glaube, es hätte eine muntere Diskussion in diesem Land ausgelöst.“ Und auf Twitter forderte sie später, eine Debatte zu führen über „Regeln, die für den Wahlkampf gelten“. Das sei „eine Frage der politischen Kultur“.

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