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„Meine Güte, warum nicht?“ : Von Beust kann sich grüne Hamburger Bürgermeisterin vorstellen

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„Meine Güte, warum denn nicht?“ Ole van Beust (CDU) hält die Grüne Katharina Fegebank für eine geeignete Regierungschefin der Hansestadt. Bild: dpa

Von 2001 bis 2010 stand er selbst der Hansestadt vor. Mit Blick auf die kommende Wahl in Hamburg hegt CDU-Mann Ole von Beust nun Sympathien für eine politische Gegnerin.

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          Hamburgs ehemaliger Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) hält die Grünen-Politikerin Katharina Fegebank für eine geeignete Regierungschefin der Hansestadt. „Das ist eine respektable Frau, die nicht alles durch die grüne Brille sieht, sagte von Beust „Zeit Online“ nach Angaben vom Dienstag. Er traue der Grünen-Kandidatin das Amt zu. „Meine Güte, warum denn nicht? Ja, natürlich, selbstverständlich.“

          In Hamburg wird in knapp vier Wochen am 23. Februar eine neue Bürgerschaft gewählt. In Umfragen liegen SPD und Grünen gemeinsam weit vorn, zuletzt hatte die SPD dabei einen Vorsprung. Beide Parteien regieren bereits seit 2015 gemeinsam. Die Grünen stellten mit Fegebank, die derzeit Wissenschaftssenatorin ist, erstmals explizit eine eigene Bürgermeisterkandidatin auf und formulierten den Anspruch, selbst den Senat führen zu wollen.

          Von Beust war von 2001 bis 2010 Erster Bürgermeister. Dabei regierte er in wechselnden Konstellationen. Von Beust koalierte zunächst mit der Partei Rechtsstaatliche Offensive des früheren Amtsrichters Ronald Schill sowie der FDP, errang zwischenzeitlich mit der CDU die absolute Mehrheit und schloss dann ein Bündnis mit den Hamburger Grünen. Es war seinerzeit das erste in einem Bundesland.

          Die CDU könne in Großstädten „nur mit einer eher sozialliberalen Prägung erfolgreich“ sein, sagte Beust. „Mit CDU pur oder rein konservativer Ausrichtung kommen Sie nicht weit.“ Er habe mit Blick auf möglichen Optionen nach der Wahl am 23. Februar „Sympathien“ für ein Jamaikabündnis – also eine Koalition der Grünen mit CDU und FDP.

          Eine Koalition mit der SPD sähe er kritisch. Die Partei sei in Hamburg „unheimlich hochmütig“ und habe keinen Plan für die Entwicklung der Stadt, sagte von Beust. Die Grünen machten sich „innovative, perspektivische Gedanken“.

          Die Hamburger CDU liegt in der jüngsten Umfrage bei 16 Prozent. Nach der Wahl könnten SPD oder Grüne nach dem jetzigem Stand theoretisch auch versuchen, Koalitionen mit CDU und FDP zu bilden. Als wahrscheinlichste Option gilt bislang aber die Neuauflage einer Koalition aus SPD und Grünen. Deren Vertreter äußerten sich entsprechend.

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          Am 23. Februar 2020 sind die Hamburgerinnen und Hamburger aufgerufen, eine neue Bürgerschaft zu wählen. Vergleichen Sie die Antworten der Parteien mit Ihren Standpunkten. Welche Partei trifft mit ihren Thesen bei Ihnen auf Zustimmung?

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