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Jasper von Altenbockum (kum.)

Wahl des Bundespräsidenten : Wie in Österreich?

Bei der Suche nach einem „lagerübergreifenden“ Kandidaten für die Nachfolge von Joachim Gauck sind Grüne und FDP in einer Schlüsselstellung. Bis zu österreichischen Verhältnissen ist es aber noch ein weiter Weg. Noch.

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          Wie die SPD verhindern will, dass ein Kandidat der Union am 12. Februar nächsten Jahres zum Bundespräsidenten gewählt wird, ist ein gefundenes Fressen für die Strategen des dritten Wahlgangs. Denn dann hat die Union eine große relative Mehrheit, und es müsste sich schon eine sehr breite Gegenfront bilden, um eine noch größere zu formen. Soll wirklich, wie nun allenthalben beteuert wird, wieder ein „lagerübergreifender“ Kandidat gewählt werden, ohne dass es sich dabei um den Kandidaten der großen Koalition handelt, sind die Grünen und die FDP in einer Schlüsselstellung - denn sie sind die Parteien, die hier wie dort umworben werden.

          Für die Grünen gilt das sicherlich noch mehr als für die FDP, mit dem Nachteil allerdings, dass eine schwarz-grüne Ära für etliche Abgeordnete der CDU und CSU nicht gerade dadurch reizvoller würde, dass erst einmal ein Grüner von ihnen zum Bundespräsidenten gewählt werden müsste. Das sei ja dann ganz so wie in Österreich, wird der eine oder andere denken. Immerhin: Eine Direktwahl wird noch nicht gefordert. Warum wohl? Abwarten. Das kommt noch.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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