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Wahl der Parteivorsitzenden : Finale bei der SPD

Wer wird Parteivorsitzender? Klara Geywitz, Olaf Scholz, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans vergangene Woche in Berlin Bild: dpa

Jetzt geht es um Alles bei der SPD: Ab diesem Dienstag können die gut 420.000 Parteimitglieder über die neue Parteispitze abstimmen. An der ersten Runde hatten nur gut 50 Prozent teilgenommen.

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          Die Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei sind nun zum zweiten Mal aufgerufen, ein Kandidaten-Duo für die Wahl zum Parteivorsitz zu nominieren. Zur Abstimmung stehen bis zum 29. November die beiden Befürworter der großen Koalition, Finanzminister Olaf Scholz und Klara Geywitz, die in Brandenburg SPD-Generalsekretärin gewesen ist. Gegen sie tritt ein Kandidaten-Paar an, das dem gegenwärtigen Regierungsbündnis mit der Union skeptisch bis ablehnend begegnet – die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und der frühere nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans. Am Montagabend trafen sie noch einmal in einem Fernseh-Duell aufeinander.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Beide Paare hatten sich in der ersten Runde mit jeweils etwa zwanzig Prozent der abgegebenen Stimmen gegen fünf weitere Duos durchgesetzt. Trotz des großen Echos, das die lange Suche nach einer neuen Parteiführung gefunden hat, war die Wahlbeteiligung mit etwas mehr als 50 Prozent schwach. Auf den Regionalkonferenzen hatte sich kein Paar besonders profilieren können. Die Parteizentrale unterstützt die aktuellen Mobilisierungsbemühungen, indem darauf verzichtet wird, Porto für die Rücksendung der Wahlunterlagen zu erheben.

          Bevor der lange Weg zum Parteivorsitz bald sein Ziel erreicht, zeigen die Kandidaten-Duos deutlicher als bisher Unterschiede. Für Scholz und Geywitz sprechen sich unterdessen immer mehr aktive und ehemalige Parteifunktionäre aus. Unter den 152 Mitgliedern der SPD-Bundestagsfraktion haben sie ebenfalls überwiegend Befürworter. Aber auch für Esken und Walter-Borjans werden Stimmen gesammelt. So wurde in Ostwestfalen ein Aufruf veröffentlicht, den mehr als 150 Mitglieder und Mandatsträger unterzeichnet haben, darunter eine Bundestagsabgeordnete. Die Auszählung der Mitgliederbefragung findet am 30. November statt.

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