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Grünen-Fraktionsspitze : Die Frauen treten zuerst an

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Kandidat*innen: Katrin Göring-Eckardt, Cem Özdemir und Kirsten Kappert-Gonther Bild: dpa

Die Grünen sollen sich auf einen Wahlmodus für die neue Fraktionsspitze geeinigt haben: Erst wird eine Frau gewählt, dann ihr Partner. Die unterlegene Frau könnte theoretisch sogar noch einmal antreten.

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          Vor der Neuwahl der Grünen-Fraktionsspitze im Bundestag am kommenden Dienstag haben die vier Kandidatinnen und Kandidaten sich auf den Ablauf verständigt. Im ersten Wahlgang sollen zunächst die amtierende Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt und ihre Herausforderin Kirsten Kappert-Gonther gegeneinander antreten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Fraktionskreisen. Für den zweiten Platz in der Doppelspitze stehen dann planmäßig Amtsinhaber Anton Hofreiter und der frühere Parteivorsitzende Cem Özdemir zur Wahl.

          Özdemir, der zum sogenannten Realo-Flügel zählt, und die Parteilinke Kappert-Gonther treten ausdrücklich als Team an. Der Parteilinke Hofreiter und die Realo-Vertreterin Göring-Eckardt haben sich einzeln beworben, aber deutlich gemacht, dass sie gemeinsam weitermachen wollen. In der Regel sind beide Parteiflügel in der Doppelspitze vertreten.

          Die Regeln sind kompliziert: Es wird einzeln und geheim gewählt. Mindestens eine Frau muss an der Fraktionsspitze stehen – zwei Frauen wären möglich, zwei Männer nicht. Die im ersten Wahlgang unterlegene Bewerberin könnte also auch in der Wahl für Platz zwei noch einmal gegen die Männer antreten, was aber als unwahrscheinlich gilt. Notwendig ist eine Mehrheit von 34 Stimmen der 67-köpfigen Fraktion – wenn die niemand bekommt, gibt es weitere Wahlgänge.

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