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Wahl der Fraktionsspitze : Özdemir weist Kritik an Führungsstil zurück

  • Aktualisiert am

Cem Özdemir im Dezember 2018 in Stuttgart Bild: dpa

Erfolg könne man nur als Team erreichen, sagt Grünen-Politiker Cem Özdemir kurz vor der Wahl zum Fraktionsvorsitz der Grünen im Bundestag. Kritiker hatten ihm zu viele Alleingänge vorgeworfen.

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          Vor der Entscheidung im Machtkampf um die Grünen-Fraktionsspitze hat Cem Özdemir interne Kritik an seinem Führungsstil zurückgewiesen. „Erfolgreich können wir nur als starkes grünes Team sein“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit seiner Ko-Kandidatin Kerstin Kappert-Gonther wolle er „die ganze Kompetenz der Fraktion zur Geltung bringen“.

          Kritiker bei den Grünen halten Özdemir vor, in seiner Zeit als Parteichef zu viele Alleingänge gemacht zu haben. Am Dienstagnachmittag wählen die Abgeordneten der Grünen einen neuen Fraktionsvorstand. Özdemir und Kappert-Gonther wollen die bisherigen Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter ablösen, die seit 2013 eine Doppelspitze bilden.

          Auf die Grünen-Fraktion komme es als „konstruktive Opposition“ zur großen Koalition stärker denn je an, sagte Özdemir. „Wir leisten uns gerade eine Bundesregierung, die die Dimension ihrer Aufgabe beim Klimaschutz nicht verstanden hat.“ Özdemir war 2017 nach den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen in die zweite Reihe gerückt, derzeit ist er Vorsitzender des Verkehrsausschusses.

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