https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wahl-analyse-der-cdu-erste-schritte-fuer-ein-comeback-17753631.html

Wahlanalyse der CDU : Erste Schritte für ein Comeback

  • -Aktualisiert am

Wo ist die Harmonie hin? Friedrich Merz und Armin Laschet Bild: AFP

Drei Monate nach der Bundestagswahl befasst sich die CDU mit den Ursachen und Konsequenzen aus der schlimmen Niederlage. Ein wichtiger Schritt.

          1 Min.

          Das Wahldebakel abhaken und auf Fehler der Ampelregierung warten ist definitiv keine Option für die CDU. Mit der klaren Entscheidung der Parteibasis für Friedrich Merz als künftigen Vorsitzenden hat die CDU schon eine der wichtigsten Lehren aus dem Pleiten-Pech-und-Pannen-Wahlkampf 2021 gezogen. Eine Lehre, die banal klingt, aber erstaunlich oft ignoriert wird. Nur eine geschlossen wirkende Partei, die sich nicht in offenen Machtkämpfen zerlegt und ihren Kanzlerkandidaten demontiert, ist für Wähler attraktiv. Eine Lehre, die von der jahrelang zerstrittenen SPD diesmal diszipliniert beherzigt wurde.

          Wenn die geschrumpfte Volkspartei CDU dann auch noch herausfindet, wofür sie steht, und ihren Markenkern programmatisch erneuert, könnte auch ihr Comeback gelingen.

          Einen Schritt dahin hat der Wahlverlierer Laschet getan. Mit einer auch ihn nicht schonenden Fehleranalyse hat er das schlechteste Wahlergebnis in der Geschichte der CDU aufarbeiten lassen. Nach der ebenfalls historischen Wahlschlappe 1998 und dem schmerzhaften Abgang Helmut Kohls unterblieb diese Aufarbeitung. Die Schuld für die Entkernung der CDU jetzt allein der viermaligen Wahlsiegerin Angela Merkel und ihrem visionslosen Politikstil zuzuschreiben ist jedoch zu billig. Auch am Markennamen herumzudoktern wäre ein Fehler. Die SPD hat ihn nicht gemacht.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ursula von der Leyen bei ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

          Weltwirtschaftsforum : „Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen“

          In ihrer Rede in Davos betont EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Souveränität der Ukraine und sichert dem Land Unterstützung zu. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht in Russlands Angriffskrieg einen „schweren strategischen Fehler“ Putins.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.