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Vorsitzbewerber Roth : „SPD hat notorisch schlechte Laune“

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Michael Roth im April in Berlin Bild: dpa

Michael Roth hat sich für den Vorsitz der SPD beworben. An ihrem derzeitigen Zustand lässt er kaum ein gutes Haar. Er wolle die Sozialdemokraten „wieder zu einer wunderbaren Partei“ machen, sagt er.

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          Der Bewerber für den SPD-Parteivorsitz, Michael Roth, sieht seine Partei in einer desolaten Verfassung. Auf die Frage nach dem derzeit größten Problem der SPD sagte er der Zeitung „Welt“: „Ihre Verzagtheit. Ihr unterirdischer Umgang untereinander. Ihr mangelndes Selbstbewusstsein.“ Roth bescheinigte den Sozialdemokraten zudem „notorisch schlechte Laune“. Auch ihre „ständige Selbstbeschäftigung und ihren Hang, den eigenen Leuten tiefe Wunden beizufügen“, müsse sie aufgeben.

          Dann werde die SPD „wieder zu einer wunderbaren Partei“, sagte der 48 Jahre alte Politiker, der sich mit der nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Christina Kampmann als Spitzenduo für den SPD-Vorsitz beworben hat.

          Er wolle sich aber nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigen, sagte Roth weiter und fügte hinzu: „Für alles, was hinter uns liegt, sind sicher unsere zahlreichen Ex-Parteivorsitzenden ideale Ansprechpartner.“

          Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles sucht die SPD nach Nachfolgern. Kampmann und Roth hatten Anfang Juli als erstes Bewerber-Duo ihre Kandidatur bekannt gegeben. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 1. September.

          Der Interims-Vorstand wünscht sich insbesondere Kandidaturen von Zweierteams, Einzelbewerbungen sind aber auch möglich. Anschließend stimmen die Mitglieder ab. Die formale Entscheidung über den künftigen Vorsitz und auch über die Installierung einer Doppelspitze fällt der Parteitag im Dezember.

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