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Vorsitz der CDU : Dritter Kandidat gegen Merkel

  • Aktualisiert am

Mit drei Gegenkandidaten?: Angela Merkel Bild: dpa

Seine Kandidatur sei ein Zeichen, dass die Partei nicht mehr zufrieden sei, mit dem „situativen Moderieren der schwierigen Situation“, sagt der Jurist Matthias Herdegen. Damit wollen nun drei Männer gegen Merkel antreten.

          Der Bonner Völkerrechtler Matthias Herdegen will beim CDU-Parteitag für den Parteivorsitz kandidieren und damit voraussichtlich gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel antreten. „Es geht mir darum, ein Zeichen zu setzen dafür, dass die Grundwerte der CDU nach wie vor lebendig sind und wir nicht zufrieden sind mit dem lediglich situativen Moderieren der schwierigen Situation“, sagte der 61 Jahre alte Herdegen der „Welt“. „Wer immer nur auf Sicht fährt, ohne einen inneren Kompass, der riskiert, im Blindflug zu enden.“ Der Jurist sagte, er teile ein „sehr verbreitetes Gefühl in unserer Partei“ und einen „besorgniserregend tief verwurzelten Eindruck in sehr großen Schichten der Wählerschaft der Union“, dass der „notwendige innere Aufbruch“ der Partei nur mit einer Erneuerung an der Spitze gelingen könne.

          Merkel steht seit 18 Jahren an der Spitze der CDU. Kürzlich hatte sie erkennen lassen, dass sie beim Parteitag in Hamburg Anfang Dezember abermals kandidieren will. Ob dies tatsächlich so kommt, dürfte sich erst nach den Wahlen in Bayern und Hessen entscheiden.

          Vor Herdegen hatten der 26 Jahre alte Berliner Jura-Student Jan-Philipp Knoop und der 61 Jahre alte hessische Unternehmer Andreas Ritzenhoff angekündigt, für den CDU-Vorsitz zu kandidieren.

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