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Vorschlag der Jungen Union : CDU-Politiker nennt Sondersteuer für Kinderlose „mittelalterlich“

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Die Junge Union fordert eine 1000-Euro-Prämie für jedes neugeborene Kind - finanziert von kinderlosen Steuerzahlern. In der CDU stößt der Vorschlag auf Kritik.

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          Die Forderung der Jungen Union nach einer Sonderabgabe für Kinderlose stößt in der CDU auf Kritik. „Viele Menschen leiden unter ihrer Kinderlosigkeit“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, dem „Handelsblatt“. Eine solche Sonderabgabe stigmatisiere und sei mittelalterlich.

          Die Jugendorganisation der CDU hatte zuvor einen Kurswechsel in der Renten- und der Familienpolitik gefordert. Der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, verlangte in der „Süddeutschen Zeitung“ unter anderem ein „Starterpaket“ von 1000 Euro für jedes neu geborene Kind sowie eine automatische Erhöhung des Renteneintrittsalters, das an die Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung geknüpft werden solle.

          Zur Finanzierung des „Starterpakets“ schlug der 29 Jahre alte Ziemiak vor, dass Menschen ohne Kinder eine Sonderabgabe von einem Prozent des Bruttoeinkommens zahlen sollten. „Das wäre keine Benachteiligung, sondern nur ein Ausgleich“ für die Kosten, die Eltern hätten, sagte Ziemiak. Es gehe „um das Wichtigste, nämlich, dass Kinder geboren werden - also um unsere Zukunft“.

          Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) gab unterdessen bekannt, dass sie die staatliche Förderung für künstliche Befruchtungen nicht länger nur Ehepaaren zukommen lassen will. Sie „plane, die finanzielle Unterstützung für Kinderwunschbehandlungen auf nicht verheiratete Paare auszudehnen, die schon länger zusammenleben“, sagte Schwesig der Zeitung „Bild am Sonntag“ aus Berlin. Sie könne „nicht verstehen, warum wir es Paaren so schwer machen, die sich nichts sehnlicher als ein Kind wünschen“. Nur Ehepaaren die Behandlung zu bezahlen, gehe „total an der Lebenswirklichkeit vorbei“, denn auch Paare ohne Trauschein wollten Kinder.

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