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Vorgehen gegen IS : PKK rekrutiert Kämpfer auch in Deutschland

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Anhänger der PKK demonstrierten im Oktober in Düsseldorf Bild: dpa

Deutsche reisen nicht nur nach Syrien, um für Islamisten zu kämpfen – sondern auch gegen sie. Die kurdische Arbeiterpartei PKK soll in Deutschland rund 50 Freiwillige für ihren Kampf gegen den „Islamischen Staat“ rekrutiert haben. Die deutschen Behörden sind machtlos.

          Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK rekrutiert nach Informationen des „Spiegel“ in Deutschland Kämpfer für die Auseinandersetzung mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Unter Berufung auf Sicherheitskreise meldet das Magazin, es seien bereits etwa 50 Freiwillige aus der Bundesrepublik in den Irak und nach Syrien gereist. Demnach sprechen speziell geschulte Rekrutierer die potenziellen Aktivisten an. Nach einer ideologischen Schulung in den Niederlanden oder in Belgien würden die Freiwilligen ins türkische Grenzgebiet geschleust, wo sie eine militärische Ausbildung erhielten.

          Die Ausreise der PKK-Kämpfer zu verhindern fällt den deutschen Sicherheitsbehörden offenbar noch deutlich schwerer als bei islamistischen Terrortouristen. „Diese Leute sind nicht so blöd wie die Dschihadisten“, sagte ein Geheimdienstler dem „Spiegel“. Man könne sie kaum von normalen Reisenden unterscheiden.

          Im Unterschied zu den IS-Anhängern posteten die PKK-Rebellen auch keine Fotos in sozialen Medien. „Wir stochern da ziemlich im Nebel“, so ein anderer Beamter. Jedoch fürchten die Behörden dem Bericht zufolge, dass zurückkehrende PKK-Kämpfer die Spannungen mit der salafistischen Szene in Deutschland verschärfen. In einer vertraulichen Lageeinschätzung hatte das Bundeskriminalamt bereits vor zwei Wochen vor der „starken Emotionalisierung“ beider Seiten gewarnt.

          Die türkische Regierung macht derweil die PKK für den Tod von drei Soldaten verantwortlich. Die Armee meldete, die Soldaten seien im Südosten des Landes getötet worden. Die Streitkräfte, die nicht im Dienst gewesen seien, seien in Yuksekova in der Provinz Hakkari von maskierten Männern angegriffen worden, teilte das Militär mit. Die Täter seien anschließend geflohen. Der Südosten des Landes wird mehrheitlich von Kurden bewohnt. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu warf den Angreifern vor, die Lage in der syrischen Kurdenstadt Kobane auszunutzen, „um die Türkei ins Chaos zu stürzen“.

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