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Vor Urteil im NSU-Prozess : Demonstranten fordern weitere Aufarbeitung des NSU

  • Aktualisiert am

München: Polizisten stehen vor dem Oberlandesgericht in München. Bild: dpa

Seit dem 6. Mai 2013 sitzen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte auf der Anklagebank. Heute soll das Urteil gesprochen werden – und zahlreiche Menschen fordern in München die weitere Aufklärung der Verbrechen.

          Vor dem Urteil im NSU-Prozess haben sich vor dem Oberlandesgericht München etliche Demonstranten versammelt. Zudem bildete sich am Mittwochmorgen eine lange Zuschauerschlange vor dem Gericht. Demonstranten hielten Transparente mit Aufschriften wie „Wie viel Staat steckt im NSU?“. Rund um das Gericht gab es strenge Sicherheitsvorkehrungen.

          In dem Prozess wird am Mittwochmorgen nach mehr als fünf Jahren Verhandlungsdauer das Urteil verkündet. Mit Spannung wird erwartet, ob das Gericht der Bundesanwaltschaft folgt und die Hauptangeklagte Beate Zschäpe als Mittäterin an den zehn Morden, zwei Bombenanschlägen und fünfzehn Raubüberfällen des NSU verurteilt. In diesem Fall drohen der 43 Jahre alten Frau eine lebenslange Haft, die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und eine anschließende Sicherungsverwahrung.

          Die Verteidiger sehen hingegen keine Mittäterschaft Zschäpes an diesen Gewalttaten. Sie bestreiten auch die Darstellung der Anklage, dass Zschäpe mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt den NSU gebildet habe. Nach Auffassung der Verteidiger ist die 43 Jahre alte Zschäpe im Wesentlichen nur für eine Brandstiftung am letzten Versteck des Trios bestrafbar. Dafür forderten sie eine Haftstrafe von maximal zehn Jahren.

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