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„Nur das Allernötigste“ : Altmaier rät zu Verzicht auf Weihnachtsshopping

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In der Fußgängerzone von Köln Bild: dpa

Politiker wie Kanzleramtsminister Braun und Wirtschaftsminister Altmaier warnen vor einem Run auf die Geschäfte, kurz bevor am Mittwoch der Lockdown in Kraft tritt. In den Innenstädten könnte es übervoll werden.

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          Politiker warnten vor einem Run auf die Einkaufsstraßen am Montag und Dienstag, den letzten beiden Tagen mit geöffneten Geschäften vor dem neuen Lockdown, der ab Mittwoch gilt. Die Corona-Infektionszahlen seien jetzt so hoch, „dass wir unmittelbar die Kontakte reduzieren müssen“, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun am Sonntagabend in der ARD. Die verbleibenden zwei Tage vor dem Lockdown sollten nicht so genutzt werden, dass es in den Innenstädten übervoll werde.

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rief die Bürger dazu auf, am Montag und Dienstag wegen der Infektionsrisiken komplett auf den Einkauf von Weihnachtsgeschenken zu verzichten. „Ich wünsche mir und ich hoffe, dass die Menschen nur das Allernötigste besorgen, was sie wirklich brauchen an Lebensmitteln“, sagte er am Sonntagabend im „Bild“-Politik-Talk. Es gehe um die Gesundheit vieler Menschen. „Je schneller wir diese Infektionen unter Kontrolle bekommen, desto besser ist es für alle.“

          Zum Eindämmen der sich weiter stark ausbreitenden Corona-Pandemie wird das öffentliche und private Leben in Deutschland von Mittwoch an drastisch heruntergefahren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Sonntag beschlossen, dass vom 16. Dezember bis zum 10. Januar der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf schließen muss. Die Wochen vor Weihnachten sind oft die umsatzstärksten des ganzen Jahres.

          Aus der Opposition kommt Zustimmung für die Maßnahmen – man wünscht sich aber eine langfristigere Planung für die Zeit nach dem Lockdown – der Stand jetzt am 10. Januar enden soll. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte der „Rheinischen Post“: „Für die nächsten Monate brauchen wir planvolles Handeln und eine längerfristige Perspektive. Ich erwarte, dass wir im Januar endlich ein Gesetz mit einem bundesweit verbindlichen Stufenplan verabschieden, durch den klar ist, wann und wo welche Maßnahmen gelten.“

          FDP-Chef Christian Lindner sagte am Sonntagabend in einem ZDF-„Spezial“: „Wir müssen nach vorne schauen und fragen, was wird die dauerhaft durchhaltbare Strategie sein.“ Die Notbremse könne man angesichts ihrer Folgen nicht bis in den März verhängen. Lindner warb abermals dafür, Risikogruppen besser zu schützen.

          Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sagte am Sonntagabend in einem ARD-„Extra“: „Ein Lockdown ist natürlich keine nachhaltige Strategie – insofern stellt sich die Frage, wie wir dann die Kinder wieder sicher in die Schulen zurückkehren lassen können.“ Auch dort spielten Tests eine entscheidende Rolle. „Nur wir brauchen das Personal und natürlich auch die entsprechenden Tests, die man dann dort einsetzen kann – das sind wichtige Punkte an denen man hart arbeiten muss“, sagte Schmidt-Chanasit. Mit der Erarbeitung einer langfristigen Strategie müsse sofort begonnen werden.

          Um die Welle zu brechen sollen ab Mittwoch bundesweit Geschäfte schließen, Ausnahmen gibt es für Lebensmittelläden, Drogerien und andere Läden des täglichen Bedarfs. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons und Kosmetikstudios werden ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physiotherapien bleiben möglich.

          Der Einkauf in den Zentren werde fast zum Erliegen kommen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Einschränkungen für Gastronomie, Hotels, Sport und Kultur waren bereits schmerzhaft und dauern an. Doch es gibt jetzt keine Alternative dazu, Kontakte zu reduzieren. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Wir lassen uns durch Corona nicht die Innenstädte kaputt machen.“

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