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Vor 40 Jahren in Erlangen : Doppelmord am Schabbat

Erlangen, 19. Dezember 1980. Ein Opfer des Doppelmordes wird weggebracht Bild: Picture-Alliance

Am 19. Dezember 1980 erschoss der Rechtsextremist Uwe Behrendt in Erlangen kaltblütig Shlomo Lewin und Frida Poeschke. Es war das erste Mal seit 1945, dass ein deutscher Vertreter der Juden ermordet wurde.

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          Es ist Freitag Abend, der Schabbat hat gerade begonnen. Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke sind zu Hause in ihrem Erlanger Bungalow, als es gegen halb sieben klingelt. Lewin, der bis vor kurzem Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde war, öffnet die Tür. Dann wird er kaltblütig erschossen. Drei Kugeln treffen ihn sofort. Als er am Boden liegt, schießt ihm der Rechtsextremist Uwe Behrendt aus nächster Nähe in den Kopf. Anschließend tötet er Frida Poeschke.

          Marlene Grunert
          Redakteurin in der Politik.

          Zum ersten Mal nach 1945 wurde an diesem 19. Dezember 1980 ein Vertreter der deutschen Juden ermordet. Fünf Jahre zuvor war der KZ-Überlebende und Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Heinz Galinski, einem Bombenattentat entkommen. Schon 1969 hatte die linksterroristische Gruppe „Tupamaros“, die in West-Berlin unter Dieter Kunzelmann gegründet worden war, bei einer Gedenkfeier zu den Novemberpogromen im Jüdischen Gemeindehaus eine Bombe deponiert, die nicht explodierte.

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